Gentherapie
bei Mukoviszidose
Zukunftsmusik
Eine Behandlung mittels Gentherapie
befindet sich seit einigen Jahren in klinischen Tests. Dabei
soll ein gesundes Gen in die betroffenen Zellen eingeschleust
werden. Eine Möglichkeit das Gen in die Zellen einzuschließen
besteht darin, Adenoviren (siehe Abbildung 1) als Träger
zu verwenden. Diese Viren dringen in die Zellen ein und infizieren
die Zelle. Die Virusinfektion hat vergleichsweise harmlose
Erkrankungen, wie grippale Infekte oder Erkältungen zur
Folge während sie gleichzeitig das gesunde Gen in die
Zelle einschleust. Bei ersten Versuchen traten jedoch Erkrankungen
bei CF-Patienten auf, beispielsweise Abstoßungsreaktionen,
so dass derartige Therapieansätze bisher noch nicht über
experimentelle Studien herausgekommen sind.
Neben diesem vor allem in
den USA beschrittenen Weg versuchen englische Wissenschaftler,
das Genmaterial in winzige Fettkügelchen zu packen. Diese
so genannten Liposomen (siehe Abbildung 2) werden wie die
Viren durch Inhalation zu den Zellen geleitet, die die Bronchien
auskleiden. Der Vorteil dieser Methode ist, dass die Liposomen
keine Krankheiten hervorrufen. Sie bringen aber das Genmaterial
nur in die Zelle, nicht zum eigentlichen Zielort, dem Zellkern.
Die Gene werden daher abgebaut, bevor sie wirksam werden können.
Beide Methoden bewirken,
dass die Oberflächenzellen der Atemwege besser funktionieren.
Dieser Zustand war bisher jedoch nur von kurzer Dauer. Der
Grund: Die Zellen erneuern sich ständig. Sie geben die
neuen Gene nicht an ihre Nachfolger weiter. Daher mußte
die Gentherapie ständig wiederholt werden. Forschergruppen
bemühen sich unter dessen, gesundes Genmaterial nicht
nur durch Inhalation, sondern auch auf dem Blutweg in die
kranken Zellen einzuschleusen. |