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Diagnose von Mukoviszidose
Vom Schweißtest zum Gentest - und zurück
Tatsächlich untersuchen Ärzte auch heute den Schweiß der Erkrankten, um zu entscheiden, ob eine Mukoviszidose vorliegt. Infolge der nicht normal funktionierenden Schweißdrüsen enthält der Schweiß erheblich mehr Kochsalz (Natrium-Chlorid) als der von gesunden Personen. Bei einer Chlorid-Ionen-Konzentration unter 40 mmol/l wird Mukoviszidose ausgeschlossen, eine Chlorid-Ionen-Konzentration von 40-60 mmol/l lässt keine endgültige Aussage zu, Konzentrationen von mehr als 60 mmol/l bestätigen den Verdacht auf Mukoviszidose. Dieser sogenannte 'Schweißtest' liefert die sicherste Diagnose. Nur bei rund zwei Prozent der Betroffenen kann keine endgültige Diagnose gestellt werden.

Die sogenannte Potentialdifferenzmessung wird angewendet, wenn die Ergebnisse des Schweißtests zwar nicht auf Mukoviszidose hinweisen, der Zustand des Patienten aber deutlich darauf hinweist. Der Gendefekt verursacht ein Ungleichgewicht der Ionen-Konzentrationen innerhalb und außerhalb der betroffenen Zellen, wodurch eine Potentialdifferenz entsteht. Eine solche Potentialdifferenzmessung (siehe Abbildung 1) kann an der Nasenschleimhaut erfolgen.

Auch der Gentest wird durchgeführt, wenn der Schweißtest keine endgültige Aussage zulässt. Zudem kann auf diesem Wege die Art der Mutation ermittelt werden. Das größte Problem des Gentests ist, dass nur bereits bekannte Mutationen nachgewiesen werden können. Da jedoch noch nicht alle zur Mukoviszidose führenden Gendefekte bekannt sind, ist das Ergebnis eines Gentests nur dann zuverlässig, wenn eine bekannte Mutation vorliegt. Es kann jedoch nicht ausgeschlossen werden, dass eine Person eine bisher unbekannte Genveränderung trägt.

Durch eine Gewebeprobe aus dem Mutterkuchen (Chorionzottenbiopsie) in der in der 8. bis 12. Schwangerschaftswoche oder Zellgewinnung durch Fruchtwasserpunktion (mittels Amniozentese) in der 14. bis 16. Schwangerschaftswoche kann bereits in der frühen Schwangerschaft festgestellt werden, ob das erwartete Kind eine bekannte Mutation aufweist - und damit an Mukoviszidose erkrankt.

Eine weitere Diagnosemöglichkeit während der Schwangerschaft bietet die Sonographie (siehe Abbildung 2). Mit Hilfe der Sonographie läßt sich noch vor der Geburt erkennen, ob ein Darmverschluß den Fetus bedroht. Besteht aufgrund einer pränatalen Untersuchung ein Verdacht auf Mukoviszidose oder sind beide Eltern Merkmalsträger, sollte auf jeden Fall sonographisch nach einem Darmverschluß gefahndet werden.

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May, Petra. 2004. Mukoviszidose (zystische Fibrose) bei Baby & Kind. NetDoktor.de.
Sagrudny, Jan. 2004. Mukoviszidose (zystische Fibrose). Deutsches Medizin-Netz.
Waitz, Martina. 2004. Mukoviszidose. medicin worlwide.
     
 
 
     
     
   
  Abbildung 1: Ein Ungleichgewicht der Ionen Konzentration kann durch eine Potentialdifferenzmessung nachgewiesen werden.  
     
   
  Abbildung 2: Ein Darmverschluß des Fetus lässt sich durch eine Sonographie feststellen.  
     
Copyright © www.cf-l.org | Zuletzt überarbeitet am 04.02.2008